Der Librettist

By Niklas Radström

Mozart und Casanova, Venedig, Wien, London und ny - das unglaubliche Leben eines Universalgenies »… Fantasie und Erzählfreude in jeder Zeile ...« göteborgs posten »Mozarts Glanz strahlt auch auf ihn, seinen besten - oder, besser gesagt: seinen einzigen guten - Textdichter.« (Wolfgang Hildesheimer) Niklas Rådströms Roman ist die Geschichte des Mozart-Librettisten Lorenzo Da Ponte, dessen abenteuerliches Leben ein Jahrhundert der Musik- und Kulturgeschichte umspannte. Das Buch ist eine Meditation über Musik, Liebe, Kreativität und darüber, was once wir aus unserem Leben machen können. Mit »Der Librettist« wird einer der bedeutendsten Schriftsteller Schwedens in Deutschland vorgestellt. Auf seinem Sterbebett erinnert sich Lorenzo Da Ponte (1749-1838). Er ist der Librettist der drei bekanntesten Opern Mozarts (Le nozze di Figaro, Don Giovanni und Così fan tutte), geborener Jude, geweihter katholischer Priester, verheiratet und Vater von mindestens sechs Kindern, Poet, Spieler und Abenteurer, Freund Giacomo Casanovas, Hofdichter in Wien, Theatermann und Buchdrucker in London, Kolonialwarenhändler und Weinbauer in Philadelphia, sowie der erste Professor für Italienisch an der Universität in long island. In vollkommener Logik lässt der Autor Da Pontes Leben rückwärts ablaufen.

AUTORENPORTRÄT Niklas Radström, geboren 1953, hat seit seinem Debüt 1975 ein vielfältiges schriftstellerisches Werk vorgelegt - Gedichtsammlungen, Romane, Essays und Drehbücher für movie und Theater. 1992 bekam er den Augustpreis, den renommiertesten schwedischen Literaturpreis für seinen Roman »Medan tiden tänker på annat«. Rådström ist Mitglied der »Gemeinschaft der Neun«, einer schwedischen Akademie für Literatur.

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In südlicheren Gewässern, in den Ozeanen vor den Küsten Asiens, warfare es nichts Ungewöhnliches, Albatrosse über die aufsteigenden Brecher segeln zu sehen, aber hier schon. Er folgerte, dass sich der Riesenvogel verflogen haben musste. �Irgendetwas scheint die Navigation des Vogels gestört zu haben, sonst hätte er sich nicht nach Norden verirrt«, sagte er. �Die Sterne und das Meer haben ihn in die Irre geleitet. Es sei denn, der Albatros hat einfach beschlossen, sich in unbekannte Gewässer zu begeben, sich von fremden Winden an unbekannte Küsten tragen zu lassen.

In Padua gab es keine gescheiten, und auch nicht in Ferrara. Dort allerdings hatten wir die große Freude, Ugo Foscolo zu treffen, den jungen, trotzigen Dichter. Ich hatte gehört, dass er Napoleon zunächst eine lange Ode gewidmet hatte, doch als er vom Frieden von Campo Formio erfuhr, der Venedig in die Hand der Österreicher gab, sei er rasend über den Verrat gewesen. An diesem Abend bat er mich, einige meiner Gedichte vorzulesen, und als ich fertig struggle, schwieg er eine Weile, dann schlug er die Arme um mich und flüsterte ergriffen: �Dass ein adjust Mann wie Sie so jung klingt!

Martini genoss den Wirbel und ließ sich gern überreden, wenn guy ihn bat, die Arie zu spielen, mit der er den Dreivierteltakt des Walzers beim Opernpublikum eingeführt hatte, eine Taktart, die in Wien noch heute in Mode ist, wie ich hörte. Ich für mein Teil hatte trotz des großen Erfolges nicht das Gefühl, zu den inneren Kreisen der höheren Gesellschaft, des Musiklebens oder der Theaterwelt dazuzugehören. Dieses Gefühl, irgendwie daneben zu stehen, mit dem ich kämpfte, seit der Bischof mich in Ceneda auf die Schule geschickt hatte, und das mich seither begleitet hat, ließ mich auch jetzt nicht in Ruhe.

Doch der Casanova, den ich in Zaguris Salons kennenlernte, conflict bereits ein gealterter Herr. Er warfare Henrietta begegnet und hatte sie nicht wiedererkannt, weil er nicht akzeptieren konnte, dass das Leben aus Entwicklung und Veränderung, Älterwerden und Reifen bestand. Ich halte ihn für einen mutigen Mann, der dem Tod mit offenen Augen gegenübertrat, auch wenn die letzten Lebensjahre auf Dux von einer Resignation vor der Kapitulation des eigenen Körpers überschattet waren, der er mit zänkischer Klage und erbärmlichem Gejammer begegnete.

Ich dachte natürlich, es sei meine geliebte Angela, die mich immer rief, wenn sich die Gelegenheit zu einer zärtlichen Stunde ergab. Aber in der Gondel erwartete mich eine andere Frau, die junge Tochter eines neapolitanischen Herzogs, der ihr durch seine Heirat eine böse Stiefmutter vor die Nase gesetzt hatte, die nun verlangte, dass sie einen hässlichen alten Mann heiraten sollte. Es warfare ein Urbild alles Venezianischen: Im Glauben, ich sei ein anderer, werde ich in eine Gondel bestellt, wo eine andere auf mich wartet, als ich erwarte!

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